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Wie funktioniert die Akupunktur?

Wie funktioniert die Akupunktur?

Akupunktur ist eine Behandlungsform, bei der sehr dünne Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers in unterschiedlicher Tiefe durch die Haut einer Person gestochen werden.

Die Forschung legt nahe, dass die Akupunktur zur Schmerzlinderung beitragen kann, und sie wird bei einer Vielzahl anderer Beschwerden eingesetzt.

Nach Angaben des National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) gibt es jedoch nur begrenzte Belege für die Wirksamkeit der Akupunktur in anderen Bereichen als der Schmerzbehandlung.

Wie die Akupunktur wissenschaftlich funktioniert, bleibt unklar. Einige behaupten, sie wirke durch den Ausgleich der Lebensenergie, während andere glauben, sie habe eine neurologische Wirkung.

Unter westlichen Ärzten und Wissenschaftlern ist Akupunktur nach wie vor umstritten.

Was ist Akupunktur?

Ein Akupunkteur sticht Nadeln in den Körper einer Person mit dem Ziel, deren Energie auszugleichen.

Es wird behauptet, dass dies zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Heilung einiger Krankheiten beitragen kann.

Die Akupunktur wird unter anderem bei verschiedenen Arten von Schmerzen, wie Kopfschmerzen, Blutdruckproblemen und Keuchhusten, eingesetzt.

Wie funktioniert sie?

Die traditionelle chinesische Medizin erklärt, dass Gesundheit das Ergebnis eines harmonischen Gleichgewichts zwischen den sich ergänzenden Extremen "Yin" und "Yang" der als "Qi" (ausgesprochen "Chi") bekannten Lebenskraft ist. Krankheit soll die Folge eines Ungleichgewichts der Kräfte sein.

Es heißt, dass das Qi durch Meridiane, also Bahnen, im menschlichen Körper fließt. Diese Meridiane und Energieflüsse sind über 350 Akupunkturpunkte im Körper zugänglich.

Das Einstechen von Nadeln in diese Punkte mit geeigneten Kombinationen soll den Energiefluss wieder ins richtige Gleichgewicht bringen.

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die Existenz der Meridiane oder Akupunkturpunkte, und es ist schwer zu beweisen, dass sie existieren oder nicht, aber zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass die Akupunktur bei einigen Beschwerden wirkt.

Einige Experten haben die Neurowissenschaften zur Erklärung der Akupunktur herangezogen. Akupunkturpunkte werden als Stellen betrachtet, an denen Nerven, Muskeln und Bindegewebe stimuliert werden können. Die Stimulation erhöht die Durchblutung und löst gleichzeitig die Aktivität der natürlichen Schmerzmittel des Körpers aus.

Wegen des invasiven Charakters der Akupunktur ist es schwierig, Untersuchungen mit angemessenen wissenschaftlichen Kontrollen durchzuführen. In einer klinischen Studie müsste eine Kontrollgruppe einer Scheinbehandlung oder einem Placebo unterzogen werden, um die Ergebnisse mit denen der echten Akupunktur vergleichen zu können.

Einige Studien kamen zu dem Schluss, dass die Akupunktur dem Patienten ähnliche Vorteile bietet wie ein Placebo, andere wiederum wiesen darauf hin, dass es echte Vorteile gibt.

Verwendung

In Deutschland durchgeführte Forschungen haben gezeigt, dass Akupunktur zur Linderung von Spannungskopfschmerzen und Migräne beitragen kann.

Das NCCIH stellt fest, dass sie nachweislich hilft bei:

  • Schmerzen im unteren Rückenbereich
  • Nackenschmerzen
  • Osteoarthritis
  • Knieschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne

Sie führen weitere Erkrankungen auf, die von der Akupunktur profitieren könnten, die aber noch wissenschaftlich bestätigt werden müssen.

Im Jahr 2003 führte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Reihe von Erkrankungen auf, bei denen sich die Akupunktur als wirksam erwiesen hat.

Dazu gehören:

  • hoher und niedriger Blutdruck
  • durch Chemotherapie ausgelöste Übelkeit und Erbrechen
  • einige Magenkrankheiten, einschließlich Magengeschwüre
  • Schmerzhafte Periode
  • Dysenterie
  • Allergischer Schnupfen
  • Schmerzen im Gesicht
  • morgendliche Übelkeit
  • rheumatoide Arthritis
  • Verstauchungen
  • Tennisellenbogen
  • Ischias
  • Zahnschmerzen
  • Verringerung des Schlaganfallrisikos
  • Einleitung der Wehen

Weitere Erkrankungen, bei denen Akupunktur laut WHO hilfreich sein kann, für die aber noch weitere Nachweise erforderlich sind, sind:

  • Fibromyalgie
  • Neuralgie
  • postoperative Rekonvaleszenz
  • Drogen-, Tabak- und Alkoholabhängigkeit
  • Wirbelsäulenschmerzen
  • steifer Nacken
  • vaskuläre Demenz
  • Keuchhusten oder Pertussis
  • Tourette-Syndrom

Die WHO weist auch darauf hin, dass sie zur Behandlung einer Reihe von Infektionen beitragen kann, darunter einige Harnwegsinfektionen und epidemisches hämorrhagisches Fieber.

Die WHO weist jedoch darauf hin, dass "nur die nationalen Gesundheitsbehörden festlegen können, bei welchen Krankheiten, Symptomen und Bedingungen eine Akupunkturbehandlung empfohlen werden kann".

Vorteile der Akupunktur

Akupunktur kann in dieser Hinsicht von Nutzen sein:

  • Richtig durchgeführt, ist sie sicher.
  • Sie hat nur sehr wenige Nebenwirkungen.
  • Sie kann wirksam mit anderen Behandlungen kombiniert werden.
  • Sie kann einige Arten von Schmerzen lindern.
  • Sie kann Patienten helfen, für die Schmerzmedikamente nicht geeignet sind.

 

Was Sie nach einer Akupunktur-Sitzung erwarten können

Nach der traditionellen chinesischen Medizin liegen die Akupunkturpunkte auf den Meridianen, durch die die Lebensenergie fließt. Diese Energie wird als "Qi" oder "Chi" bezeichnet.

Ein Akupunkteur wird den Patienten untersuchen und seinen Zustand beurteilen, eine oder mehrere dünne, sterile Nadeln einstechen und Ratschläge zur Selbstbehandlung oder zu anderen ergänzenden Therapien, wie z. B. chinesischen Kräutern, geben.

Der Patient wird gebeten, sich auf den Rücken, auf die Vorderseite oder auf eine Seite zu legen, je nachdem, wo die Nadeln gesetzt werden sollen. Der Akupunkteur sollte sterile Einwegnadeln verwenden. Beim Einstechen jeder Nadel spürt der Patient möglicherweise ein kurzes Stechen oder Kribbeln.

Nach dem Einstechen der Nadel ist gelegentlich ein dumpfer Schmerz an der Basis der Nadel zu spüren, der dann abklingt. Die Akupunktur ist in der Regel relativ schmerzfrei.

Manchmal werden die Nadeln nach dem Einstechen erhitzt oder mit Strom stimuliert.

Die Nadeln verbleiben zwischen 5 und 30 Minuten an ihrem Platz.

Die Anzahl der erforderlichen Behandlungen hängt von der jeweiligen Person ab. Eine Person mit einem chronischen Leiden benötigt möglicherweise ein bis zwei Behandlungen pro Woche über mehrere Monate. Ein akutes Problem bessert sich normalerweise nach 8 bis 12 Sitzungen.

Risiken

Alle Therapien haben neben ihren Vorteilen auch Risiken.

Die möglichen Risiken der Akupunktur sind:

  • Es ist gefährlich, wenn ein Patient eine Blutungsstörung hat oder Blutverdünner einnimmt.
  • An den Einstichstellen können Blutungen, Blutergüsse und Schmerzen auftreten.
  • Unsterilisierte Nadeln können den Patienten infizieren.
  • In seltenen Fällen kann eine Nadel brechen und ein inneres Organ beschädigen.
  • Wenn die Nadel tief in die Brust oder den oberen Rücken gestochen wird, besteht das Risiko eines Lungenkollapses, was jedoch sehr selten vorkommt.
  • Die Nadeln müssen steril und ungiftig sein und dürfen nur für den einmaligen Gebrauch durch einen zugelassenen Arzt bestimmt sein.


Wie bei jeder komplementären Therapie ist es ratsam, sie bei chronischen oder schweren Erkrankungen zusätzlich zu konventionellen Behandlungen anzuwenden.